25 Millionen Transaktionen am Tag, mehr als 20 Millionen Nutzerinnen und Nutzer: Das sind die Zahlen, die B+S für seine Banksoftware nennt. Ein Teil davon entsteht in der Siezenheimer Straße in Salzburg. Dort arbeitet die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, die österreichische Gesellschaft des Softwareherstellers B+S Banksysteme AG. Begonnen hat die Firmengeschichte 1982 genau hier.
Die Software von B+S sorgt dafür, dass Geld ankommt. Dazu gehören Onlinebanking und Mobile Banking, Kernbankensysteme und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, dazu Schnittstellen wie EBICS oder XS2A, über die Firmenkunden ihre Sammelüberweisungen einliefern und über die Drittanbieter mit Zustimmung des Kunden auf Konten zugreifen dürfen. Die Kunden sind Banken. Sparkassen und Raiffeisenbanken zählen ebenso dazu wie reine Onlinebanken und, seit einigen Jahren, Fintechs, überwiegend im deutschsprachigen Raum. Im Bereich Electronic Banking bezeichnet sich das Unternehmen in Deutschland als Marktführer.
Über 100 Fachleute arbeiten an den drei Standorten München, Salzburg und im Kanton Bern. Salzburg ist dabei kein Nebenschauplatz: Fast alle dort ausgeschriebenen Stellen drehen sich um Entwicklung und Betrieb. Entwickelt wird mit Cobol und Java nebeneinander, gewachsene Kernsysteme also gleichzeitig mit modernen Anwendungen. Wer als Softwareentwicklerin oder Softwareentwickler einsteigt, begleitet Projekte von der Analyse bis zum Rollout und betreut die Anwendungen danach weiter. Neben den Entwicklungsteams sitzen in Salzburg Systemadministratorinnen und -administratoren für Windows und Linux, und im Rechenzentrumsbetrieb sorgen Mitarbeitende dafür, dass die Systeme laufen, wenn morgens die ersten Zahlungen einlaufen. Wer aus dem Bankgeschäft kommt statt aus der IT, findet hier ebenfalls Anschluss: B+S sucht Spezialistinnen und Spezialisten für Bankwesen und Business Analysten, die den Zahlungsverkehr fachlich durchdringen.
Drei der Salzburger Ausschreibungen richten sich ausdrücklich an Absolventinnen und Absolventen, vom Junior-Entwickler bis zur Junior-Systemadministration. Beim Gehalt legt das Unternehmen offen, worüber viele schweigen: Für die Entwicklerstelle in Salzburg nennt B+S ein Jahresbruttogehalt von 53.802 Euro als Ausgangspunkt, mit Bereitschaft zur Überzahlung je nach Erfahrung und Qualifikation. Flexible Arbeitszeiten, ein Zuschuss zum Mittagessen und Weiterbildung stehen in den Stellenausschreibungen. Das Unternehmen wirbt mit flachen Hierarchien und verweist auf seine geringe Fluktuation.
Hinter dem Salzburger Standort steht ein börsennotiertes Mutterunternehmen: Die B+S Banksysteme AG notiert im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und hält die Salzburger GmbH. Wie viele Menschen genau in Salzburg arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht. Die Zentrale liegt seit 2008 in München. Gegründet wurde B+S 1982 in Salzburg, und entwickelt wird dort bis heute.