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107,22 Millionen Fahrgäste zählten die Straßenbahnen, Busse und Obusse der LINZ LINIEN im vergangenen Geschäftsjahr. Aus demselben Haus kommen das Trinkwasser für mehr als 400.000 Menschen, dazu Strom, Fernwärme und die Müllabfuhr. Die LINZ AG für Energie, Telekommunikation, Verkehr und Kommunale Dienste hält die Infrastruktur der oberösterreichischen Landeshauptstadt und ihres Umlands am Laufen. 3.542 Menschen arbeiten dafür, gerechnet im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2025. Eigentümerin ist die Stadt Linz, die das Unternehmen über die Unternehmensgruppe der Stadt Linz Holding hält. Die Wurzeln reichen bis 1880 zurück, als die erste Pferdetramway durch Linz fuhr. In der heutigen Form besteht das Unternehmen seit Oktober 2000, als die frühere ESG und die Stadtbetriebe Linz zusammengeführt wurden. Vier operative Gesellschaften teilen sich seither die Arbeit. Die LINZ STROM GAS WÄRME GmbH erzeugt und handelt Energie und verantwortet das Telekommunikationsgeschäft, die LINZ NETZ GmbH führt die Netze, die LINZ LINIEN GmbH fährt den öffentlichen Verkehr in Linz und vierzehn Umlandgemeinden. Bei der LINZ SERVICE GmbH liegen Wasser und Abwasser, die Abfallwirtschaft mit rund 380 Sammelstellen, die Bäder und Eishallen, die Friedhöfe und der Linzer Hafen. Die Größenordnung ist beachtlich. Im Geschäftsjahr 2025 standen einer Betriebsleistung von 1,23 Milliarden Euro Investitionen von 296,3 Millionen Euro gegenüber, nach 213,4 Millionen im Jahr davor. Nach eigenen Angaben ist die LINZ AG damit der zweitgrößte Investor der Stadt nach der voestalpine. Ein Teil dieses Geldes geht in Anlagen, die Jahrzehnte halten sollen, etwa in den neuen Hochbehälter in Hitzing, der zwei Millionen Liter Trinkwasser fasst. Über 100 Berufsbilder führt das Unternehmen selbst an, und das ergibt sich unmittelbar aus den Sparten. In der Leitwarte eines Heizkraftwerks arbeitet jemand anders als im Institut für Wasser- und Abfalluntersuchung, wo Trink-, Bade- und Abwasserproben analysiert werden, und wieder anders sieht der Tag einer Straßenbahnfahrerin aus. Dazu kommen die kaufmännischen Einheiten der Holding, etwa Einkauf, Recht und Finanzen. Wer bei der LINZ AG anfängt, kann innerhalb des Konzerns die Sparte wechseln, ohne den Arbeitgeber zu verlassen. Ausgebildet wird im eigenen Haus. Technische Lehrlinge lernen Elektrotechnik, Mechatronik, Metalltechnik oder Fahrzeugtechnik in einer eigenen Lehrwerkstätte, kaufmännisch bildet die LINZ AG Bürokaufleute und Speditionskaufleute aus. Job-Rotationen führen durch mehrere Bereiche, die Lehre mit Matura ist möglich, und erklärtes Ziel ist die dauerhafte Übernahme nach positivem Lehrabschluss. Wie viele Lehrlinge aktuell im Haus sind, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus. Als Leistungen für Beschäftigte nennt die LINZ AG betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Sport- und Weiterbildungsangebote; Ferial- und Berufspraktika stehen Studierenden offen. Der Frauenanteil lag im Geschäftsjahr 2025 bei 23,5 Prozent. Technische Arbeit heißt hier Arbeit an Netzen, die über Generationen geplant werden: Das Trinkwasserrohrnetz allein ist rund 1.200 Kilometer lang, und jährlich fließen daraus etwa 22 Milliarden Liter an Haushalte und Betriebe.

Die UniCredit Bank Austria zählt zu den größten Banken des Landes. Rund 5.000 Menschen arbeiten hier, der weitaus größte Teil in Österreich, von der Zentrale am Wiener Rothschildplatz bis zu Geschäftsstellen in Städten wie Villach oder Bludenz. Wer hier anfängt, kommt zu einem Haus mit langer Geschichte und einer der großen europäischen Bankengruppen im Rücken. Im Kern ist die Bank ein Allrounder im Geldgeschäft. Sie führt Konten für Privatkundinnen und Privatkunden, vergibt Kredite an kleine und mittlere Betriebe, betreut vermögende Kunden im Private Banking und finanziert große Unternehmen sowie die öffentliche Hand. Über 100 Geschäftsstellen gibt es im Land. Dazu kommen Online- und Mobile-Banking rund um die Uhr. Die Bilanzsumme lag zuletzt bei rund 103 Milliarden Euro (Halbjahresbericht 2024) und macht das Institut zu einer der größten Banken Österreichs. Die Geschichte reicht tief ins österreichische Bankwesen. Die Creditanstalt finanzierte einst Eisenbahnen und Industriebetriebe, die Länderbank und die Zentralsparkasse gehörten über Jahrzehnte zum Wiener Bankenplatz. 1991 schlossen sich Zentralsparkasse und Länderbank zur Bank Austria zusammen, 1997 kam die Creditanstalt dazu. Seit 2005 gehört das Haus zur italienischen UniCredit, einer Gruppe mit rund 148.000 Beschäftigten in etwa 20 europäischen Ländern. An der Spitze steht seit Mai 2024 Ivan Vlaho als CEO. Sein Vorgänger Robert Zadrazil verantwortet seither als Country Manager das Österreich-Geschäft. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das viele verschiedene Berufe unter einem Dach. In den Filialen beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Konten, Krediten und Vorsorge. In der Zentrale sitzen Fachleute für Finance, Risikomanagement und Recht, dazu ein wachsender Bereich für Digitalisierung und IT, der den Zahlungsverkehr und die Banking-App am Laufen hält. Den Einstieg organisiert die Bank über mehrere Wege: eine klassische Lehre zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, die Initiative BestStart für Maturantinnen und Maturanten und ein Graduate-Programm für Hochschulabsolventen. Weil die Bank zugleich das Geschäft der UniCredit in mehreren mittel- und osteuropäischen Märkten steuert, hat die Arbeit oft einen grenzüberschreitenden Zug. Teams stimmen sich mit Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern ab, und innerhalb der Gruppe ist ein Wechsel über Grenzen hinweg grundsätzlich möglich. Eine aktuelle Gesamtkundenzahl veröffentlicht die Bank nicht; auch die Mitarbeiterangaben schwanken je nach Quelle um die 5.000. Die Zentrale steht in der Wiener Leopoldstadt, am Rothschildplatz.

Rund 16 Millionen Menschen in sieben Ländern führen ihre Konten bei einer Bank der Erste Group. Etwa zehn Millionen davon nutzen George, die digitale Banking-Plattform der Gruppe. Dahinter steht ein Haus mit langer Geschichte: Gegründet wurde die Erste 1819 in Wien als Sparkasse für Menschen mit kleinem Einkommen. Wer heute hier einsteigt, arbeitet für eine der größten Bankengruppen in Mittel- und Osteuropa. Die Erste Group ist eine Universalbank. Sie führt Konten und vergibt Kredite an Privatkundinnen und Privatkunden, begleitet kleine Betriebe ebenso wie große Unternehmen, verwaltet Vermögen und ist im Wertpapiergeschäft aktiv. Ihren Sitz hat die Erste Group Bank AG am Belvedere 1 in Wien. Gearbeitet wird aber längst nicht nur dort. Mit ihren Tochterbanken ist die Gruppe in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Kroatien und Serbien vertreten und betreibt dort rund 2.200 Filialen. In Österreich, Tschechien, der Slowakei und Rumänien zählt sie zu den Marktführern. Die rumänische Banca Comercială Română und die tschechische Česká spořitelna gehören zu den größten Banken ihrer Länder. Insgesamt beschäftigt die Gruppe über 45.000 Menschen (Stand 2023). Das macht das Arbeiten hier konkret: Eine Kundenberaterin in einer Filiale, ein Entwickler, der an der George-App baut, eine Risikomanagerin in der Zentrale, sie alle gehören zur selben Gruppe. Neben dem klassischen Bankgeschäft gibt es Fachbereiche in IT und Softwareentwicklung, im Finanz- und Risikobereich, im Private Banking und in der Vermögensverwaltung. Wer über Ländergrenzen hinweg arbeiten möchte, findet dafür ein großes Feld, denn die sieben Kernmärkte sind eng vernetzt. Die Aktie der Erste Group ist seit 1997 an der Wiener Börse notiert. Die Geschäftsfelder über alle Länder im Detail aufzuschlüsseln würde hier zu weit führen, die offiziellen Geschäftsberichte halten das vollständig fest.

Mit rund 7.000 Studierenden an fünf Standorten und sieben Kooperationsstandorten ist die FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von mehr als 60 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen wird über die Campus Wien Academy abgedeckt.

In 73 Ruefa-Reisebüros beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich Menschen, die verreisen wollen. Es ist das dichteste Reisebüronetz Österreichs. Dahinter steht die Österreichische Verkehrsbüro Aktiengesellschaft, mit über 3.000 Beschäftigten in der Gruppe die größte Tourismusgruppe des Landes. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1917 zurück. Das Verkehrsbüro ist als strategische Holding aufgestellt und bündelt zwei operative Bereiche. Im Bereich Travel verkaufen und veranstalten die Marken Ruefa, Eurotours und Intertravel Reisen, von der Fernreise über Studienreisen bis zur Kreuzfahrt. Im Bereich Hospitality führt das Unternehmen Stadthotels: teils als Austria Trend Hotels, teils unter internationalen Franchisemarken wie Hilton, Marriott, Accor und Radisson. Zur Hospitality gehören auch die historischen Veranstaltungsorte Palais Ferstel und das Café Central in Wien. Die Konzernzentrale, das sogenannte Home of Travel, liegt in der Jakov-Lind-Straße im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Präsent ist das Unternehmen in allen neun Bundesländern. Als Holding-AG befindet sich die Gesellschaft mehrheitlich im Umfeld der Wiener Städtischen Versicherung, was dem Betrieb einen stabilen Eigentümerhintergrund gibt. Entsprechend breit sind die Berufsfelder. In den Reisebüros arbeiten Reiseberaterinnen und Reiseberater, in den Hotels stehen Köche in der Küche, empfängt die Rezeption die Gäste und organisiert das Eventmanagement Feiern und Kongresse. In der Holding wiederum sitzen die Teams für IT, Finanzen, Marketing und Personal, die alle Marken gemeinsam betreuen. Wer einsteigt, hat also die Wahl zwischen sehr unterschiedlichen Welten unter einem Dach. Weiterbildung schreibt das Haus groß: Laut eigener Darstellung stehen den Beschäftigten mehr als 200 fachspezifische Seminare und Workshops offen. 2024 wurde das Unternehmen als Leitbetrieb Austria zertifiziert. Eine exakte, tagesaktuelle Gesamtmitarbeiterzahl veröffentlicht die AG selbst nicht durchgängig; für das Jahr 2022 nennen Branchendaten rund 1.950 Beschäftigte im Kernunternehmen. Gefeiert wird 2027 ein rundes Jubiläum, dann besteht das Verkehrsbüro seit 110 Jahren.

Die BAWAG P.S.K. ist eine der größten und rentabelsten Banken Österreichs mit über 1,6 Millionen Privat- und Firmenkunden und einer landesweit sehr bekannten Marke. Unsere Geschäftsstrategie ist auf niedriges Risiko und hohe Effizienz ausgerichtet. Mehr als 70% unserer Kredite und Forderungen bestehen gegenüber Kunden in Österreich, während die restlichen auf westliche Industrieländer wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten entfallen. In den letzten Jahren haben wir uns vermehrt auf unser Kerngeschäft konzentriert und uns aus Geschäftsbereichen zurückgezogen, in welchen wir über keinen oder einen geringen Wettbewerbsvorteil verfügten. Im Zuge dieses Veränderungsprozesses haben wir unsere Tochtergesellschaft für Vermögensverwaltung verkauft, den Eigenhandel eingestellt und die proaktive Entscheidung getroffen, uns aus Mittel- und Osteuropa zurückzuziehen. So haben wir unser Kreditengagement in Mittel- und Osteuropa auf mittlerweile weniger als 1% der Bilanzsumme reduziert. Wir sind stolz auf unser Kreditportfolio, welches wir mit geringem Risiko führen. Unsere Geschäftssegmente sind Retail Banking and Small Business, Corporate Lending and Investments und Treasury Services and Markets. Das Angebot leicht verständlicher, transparenter und erstklassiger Produkte und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, steht in allen Geschäftsbereichen im Zentrum unserer Strategie. Die Wurzeln der BAWAG P.S.K. – heute eine der führenden Banken in Österreich – reichen bis ins Jahr 1883 zurück, als unter Kaiser Franz Joseph I. das „k.k.Postsparcassen-Amt" eröffnet wurde. Die Fusion der Traditionsbanken BAWAG und P.S.K. per 1.1.2005 hat die größte Kundenbank Österreichs entstehen lassen, die neue „BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG“ ? kurz „BAWAG P.S.K.“. Die Bank steht zu 52% im Eigentum von Cerberus Capital Management LP und zu 40% im Eigentum von GoldenTree Asset Management LP.

Im Jahr 1968 gegründet ist KEBA heute ein international agierendes Unternehmen, das seinen Erfolg aus technologischen Innovationen, höchstem Qualitätsanspruch und der Dynamik und Begeisterungsfähigkeit seiner Mitarbeiter schöpft. Unser Unternehmen mit Sitz in Linz, Österreich hat zahlreiche Niederlassungen in Europa, den USA und Asien. KEBA blickt nicht nur auf jahrelange Erfahrung und viele Erfolge in der Automatisierung zurück, sondern richtet ihr Denken und Handeln stets auf eine erfolgreiche Zukunft aus. So legen wir als zukunftsorientiertes Unternehmen großen Wert auf Forschung und Entwicklung. Bis zu 20% des Umsatzes investieren wir in F&E Projekte, um in einem ausgewogenen Verhältnis bestehende Kompetenz zu verbreitern und zu vertiefen, technologisch immer am neuesten Stand zu bleiben und gleichzeitig Neues zu wagen. Der Motor unserer Innovationen sind aber stets die Menschen. Von der großen Portion Leidenschaft und der Neugier unserer Mitarbeiter die Dinge zu hinterfragen und Neues mutig und entschlossen mitzugestalten, davon hängt der Erfolg unseres Unternehmens und unserer Kunden ab. Deshalb tun wir alles, um unseren Mitarbeitern den größtmöglichen individuellen Freiraum zu ermöglichen und so - unterstützt durch passende Strukturen - das große Potenzial der KEBAner zu nutzen und ihre Ideen in innovativen Produkten zu verwirklichen. Wer technologisch immer up to date sein möchte, Begeisterungsfähigkeit mitbringt sowie Herausforderungen liebt oder auch unsere Internationalität als Perspektive für sich sieht, der wird sich im KEBA Team sofort wohlfühlen und die Zukunft von KEBA aktiv mitgestalten.

Bachmann electronic GmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Automatisierungstechnik mit Sitz in Feldkirch, Österreich. Seit über 50 Jahren verschreibt sich Bachmann der Produktivität und dem Nutzen seiner Kunden. Als anerkannter Marktführer bedient Bachmann höchste Qualitätsanforderungen und steht für Zuverlässigkeit in den Bereichen: Automatisierung von Hard- und Software für Windkraft & Erneuerbare Energien, Industrie, Maschinenbau sowie dem Marine- und Offshore-Sektor. Bachmann bietet seinen Kunden ganzheitliche Lösungen. Dazu gehören offene und flexible Kommunikationsstandards, Zustandsüberwachung für beteiligte Maschinen und webbasierte Steuerung sowie SCADA. Eine fortlaufende Verbesserung und Weiterentwicklung von Fachwissen garantieren unseren Erfolg. Mit diesen Eigenschaften lassen sich vertrauenswürdige Geschäftsbeziehungen aufbauen und über lange Zeiträume pflegen.

Rund vier Milliarden Einzeldosen verlassen jedes Jahr die Werke von G.L. Pharma. Tabletten gegen Bluthochdruck, Schmerzmittel, Präparate für die Substitutionstherapie: hergestellt wird in Lannach in der Weststeiermark und in Wien, vertrieben wird in mehr als 50 Märkten. Rund 1.300 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Die Wurzeln reichen zurück bis 1947. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft Arzneimittel, und zwar in zwei Richtungen gleichzeitig. Auf der einen Seite stehen eigene Markenprodukte, auf der anderen Generika, also wirkstoffgleiche Nachfolgepräparate, die nach Ablauf des Patentschutzes dieselbe Therapie zu deutlich geringeren Kosten ermöglichen. Fachlich liegen die Schwerpunkte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems und bei der Schmerz- und Opioid-Substitutionstherapie. Letzteres ist ein streng reguliertes Feld. Wer hier arbeitet, hat es täglich mit Analytik, Dokumentation und behördlichen Vorgaben zu tun. Angefangen hat alles mit zwei Firmen. 1947 und 1948 entstanden Lannacher Heilmittel im Raum Graz und Gerot Pharmazeutika in Wien. 1997 kaufte Lannacher das Wiener Unternehmen, 2009 wurden beide zu einer Gesellschaft verschmolzen, seit 2023 tritt sie einheitlich als GL Pharma auf. Geführt wird das Familienunternehmen von vier Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Familie Bartenstein. Der Firmensitz liegt am Schlossplatz in Lannach, wenige Minuten entfernt stehen Produktion und Lager an der Industriestraße, in Wien betreibt das Unternehmen an der Arnethgasse einen weiteren Büro- und Produktionsstandort. Nach eigenen Angaben liegt der Umsatz bei rund 350 Millionen Euro, gemeinsam mit Genericon Pharma bei etwa 500 Millionen. Eigene Marketing- und Vertriebsstrukturen bestehen in Österreich und in mehr als 15 weiteren Märkten in Europa sowie in Mexiko, darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit Lizenzpartnern. Für Beschäftigte heißt das: Projekte enden selten an der Landesgrenze, und Zulassungsfragen stellen sich in mehreren Rechtsräumen parallel. Wer sich bewirbt, trifft auf ein breites Spektrum an Berufen. In der pharmazeutischen Produktion läuft der Dreischichtbetrieb, in der Qualitätskontrolle prüfen Chemielabortechnikerinnen und Analytiker die Chargen, bevor sie freigegeben werden. Regelmäßig ausgeschrieben sind außerdem Stellen in Regulatory Affairs, in der IT vom System Engineer bis zum Information Security Engineer, im Produktmanagement und im pharmazeutischen Außendienst. Ausgebildet wird auch im eigenen Haus: G.L. Pharma ist eingetragener Lehrbetrieb der Wirtschaftskammer Steiermark, die nächste Lehrstelle in der Labortechnik startet im Herbst 2027. An Rahmenbedingungen nennt das Unternehmen flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Möglichkeiten, Weiterbildung über Seminare, Workshops und E-Learning sowie Karenzmodelle für Eltern. Für den Arbeitnehmerschutz trägt der Betrieb das Sicherheitssiegel der AUVA. Wie sich die rund 1.300 Beschäftigten auf die einzelnen Standorte verteilen, veröffentlicht das Unternehmen nicht. Der Bahnhof Lannach liegt in Gehweite des Standorts.

Rund drei Millionen Menschen werden in ihren Kliniken jedes Jahr behandelt. Die NÖ Landesgesundheitsagentur betreibt die öffentlichen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Niederösterreichs unter einem Dach und ist damit einer der größten Arbeitgeber des Bundeslandes. Etwa 28.000 Menschen arbeiten hier, von der Notaufnahme über das Pflegezentrum bis zur Logistik. Wer im Gesundheitswesen einsteigen oder bleiben will, findet hier mehr als nur eine einzelne Stelle. Die Agentur führt 27 Landes- und Universitätskliniken sowie 50 Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren. Eigentümer ist das Land Niederösterreich, das die Einrichtungen 2020 in der Anstalt öffentlichen Rechts mit Sitz in St. Pölten zusammengeführt hat; rechtlich ist die NÖ Landesgesundheitsagentur Gesamtrechtsnachfolgerin der früheren NÖ Landeskliniken-Holding. Organisiert ist der Betrieb in fünf Gesundheitsregionen, vom Most- und Waldviertel über die Region Mitte bis zur Thermenregion und ins Weinviertel. So sitzt die Versorgung nah an den Menschen: ein Klinikum in Krems, St. Pölten oder Wiener Neustadt, ein Betreuungszentrum im ländlichen Ort nebenan. Was die Größe für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet, zeigt sich an den Berufen. In den Kliniken arbeiten über 22.500 Beschäftigte, in den Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren mehr als 5.500. Ärztinnen und Pflegekräfte stellen den Kern, gesucht wird aber breiter: medizinisch-technische Fachkräfte im Labor und in der Radiologie, Handwerk und Technik für den Betrieb der Häuser, dazu Verwaltung, IT und zwei eigene Logistikzentren. Ein Berufswechsel oder Standortwechsel ist innerhalb des Verbunds möglich, ohne den Arbeitgeber zu verlassen. Ausbildung gehört zum eigenen Haus. An zwölf Schulstandorten bildet die Agentur Gesundheits- und Krankenpflegekräfte aus, vom Berufseinstieg bis zur Spezialisierung, und auch Ärztinnen und Ärzte absolvieren ihre Ausbildung an den Klinikstandorten. Träger ist die öffentliche Hand. Das spricht für langfristige Perspektiven statt kurzlebiger Projekte. Versorgt werden rund drei Millionen Patientinnen und Patienten im Jahr und etwa 6.000 Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegezentren. Die genauen aktuellen Kennzahlen veröffentlicht die Agentur laufend über ihr Karriere Center und die Standortübersicht.

Hinter vielen automatisierten Lagern großer Handelsketten steckt Technik aus Oberösterreich. TGW Logistics plant und baut Anlagen, in denen Waren vollautomatisch eingelagert, zusammengestellt und versandfertig gemacht werden. Rund 4.645 Menschen arbeiten dafür weltweit. Mechanik, Roboter und Steuerungssoftware entstehen dabei zum großen Teil im eigenen Haus. Gegründet wurde TGW 1969 in Wels, heute sitzt die Firma im benachbarten Marchtrenk. Aus einem regionalen Betrieb ist ein Konzern mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien geworden. Im Kern geht es um Intralogistik. Bestellt ein Modehändler oder ein Lebensmittelkonzern ein neues Verteilzentrum, liefert TGW die Förderanlagen, die Shuttles und die Software gleich mit dazu. Im Geschäftsjahr 2024/25 lag der Umsatz bei rund 1,07 Milliarden Euro. Der Auftragseingang stieg um 55 Prozent auf 1,5 Milliarden und damit auf den höchsten Wert der Firmengeschichte. Das schafft Raum für ganz unterschiedliche Berufe. Softwareentwickler schreiben die Steuerung, Mechatroniker und Elektrotechniker bauen Regalbediengeräte zusammen, und Projektleiter begleiten eine Anlage von der ersten Skizze bis zur Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort. Wer technisch arbeiten will, findet hier reichlich davon. 52,8 Millionen Euro flossen zuletzt in Forschung und Entwicklung, fast fünf Prozent des Umsatzes. Die Eigentümerstruktur ist ungewöhnlich. Seit 2004 hält die TGW Future Privatstiftung sämtliche Anteile an der Gruppe. Ein Drittel des Gewinns geht an die Stiftung, die davon einen Teil in gemeinnützige Projekte steckt; der größere Teil bleibt im Unternehmen und wird investiert. Verkauft oder zerschlagen werden kann die Firma damit nicht. Aktuell baut TGW sein Headquarter in Marchtrenk weiter aus und steckt dafür noch einmal rund 50 Millionen Euro hinein.

18,8 Millionen Kundinnen und Kunden führen ihr Konto bei einer Bank der RBI-Gruppe, die meisten davon nicht in Österreich, sondern in Zentral- und Osteuropa. Gesteuert wird dieses Netz aus einem Haus am Wiener Stadtpark, in dem über 3.700 Menschen aus mehr als 75 Nationen arbeiten. Wer hier anfängt, arbeitet fast zwangsläufig über Grenzen hinweg: elf eigene Tochterbanken in CEE, dazu Filialen und Repräsentanzen in insgesamt 23 Ländern. Das Geschäft hat zwei Seiten. In Österreich ist die Raiffeisen Bank International vor allem für Unternehmen da. Sie finanziert Exportgeschäfte, wickelt den Zahlungsverkehr großer Firmenkunden ab und begleitet sie bei Anleiheemissionen und Übernahmen. In Zentral- und Osteuropa gehören der Gruppe dagegen eigene Vollbanken, bei denen auch Privatpersonen ihr Gehaltskonto führen und den Kredit fürs Eigenheim aufnehmen. Rund 42.000 Mitarbeitende und etwa 1.300 Geschäftsstellen gehören zu diesem Verbund, die Bilanzsumme lag Ende Juni 2026 bei 205 Milliarden Euro. Die Geschichte in der Region beginnt 1986 in Ungarn, drei Jahre vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Aus dieser frühen Entscheidung sind rund vier Jahrzehnte Marktkenntnis in Ländern geworden, in denen westeuropäische Banken meist erst viel später Fuß gefasst haben. Seit 2005 notiert die Aktie an der Wiener Börse. Die Mehrheit von gut 61 Prozent halten weiterhin die österreichischen Raiffeisen-Landesbanken, der Rest ist Streubesitz. Als bedeutendes Institut steht das Haus unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der österreichischen Finanzmarktaufsicht. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Gruppe ohne Russland ein Konzernergebnis von 708 Millionen Euro, ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum, und arbeitet parallel an der Integration zugekaufter Banken in Südosteuropa und Rumänien. Gesucht wird in Wien quer durch das Haus. Entwicklerinnen, Datenanalysten und Produktverantwortliche bauen an den Plattformen, über die Zahlungen und Wertpapiergeschäfte von 18,8 Millionen Kunden laufen. Daneben stehen die klassischen Bankberufe: Im Risikomanagement wird durchgerechnet, was ein Firmenkredit in Rumänien oder Kroatien kosten darf, in Compliance und Recht prüfen Spezialistinnen Regulatorik und Verdachtsfälle. Studierende steigen über Praktika und Teilzeitstellen ein und können Arbeit und Studium nebeneinander laufen lassen, Absolventinnen und Absolventen über Traineeprogramme und Junior-Positionen. Weil die Gruppe in zwölf Märkten gleichzeitig unterwegs ist, sind Projekte über Ländergrenzen hinweg Alltag statt Ausnahme, und Englisch ist im Haus ebenso gebräuchlich wie Deutsch. Gearbeitet wird mit flexiblen Zeiten und anteilig von zu Hause. Wer Kinder hat, bekommt einen Zuschuss zur Betreuung, dazu kommen Gesundheitsangebote und ein Zuschuss zum Öffi-Ticket. Wie sich die rund 42.000 Beschäftigten der Gruppe im Detail auf die einzelnen Länder verteilen, weist die Bank öffentlich nicht auf, für die Zentrale in Wien nennt sie über 3.700. An der Spitze steht seit 1. Juli 2026 Michael Höllerer, der zuvor Finanzvorstand des Hauses war und mehrere Tochterbanken in Osteuropa geführt hat.

Bei Bitpanda lässt sich mit ein paar Klicks Bitcoin kaufen, ein Stück Gold dazulegen oder Geld in eine Aktie stecken. Genau damit ist das Wiener Unternehmen seit 2014 groß geworden: Investieren so einfach wie Online-Banking. Aus einem Start-up von drei Gründern ist eine Plattform geworden, über die heute mehr als sieben Millionen Menschen in Europa anlegen. Das Geschäft ist schnell erklärt. Bitpanda betreibt eine Handelsplattform für digitale Vermögenswerte. Neben rund 390 Kryptowährungen kann man dort auch Edelmetalle, Aktien und ETFs handeln, dazu kommt eine eigene Visa-Debitkarte. Der Hauptsitz liegt in der Leopoldstadt in Wien, hier arbeitet auch das größte Team. In Berlin, London, Madrid, Barcelona, Mailand und Bukarest sitzen weitere Büros. Insgesamt gehören über 700 Menschen zur Belegschaft. Bitpanda war 2021 das erste österreichische Start-up, das mit über einer Milliarde Euro bewertet wurde. 2025 kam die EU-weite MiCA-Lizenz dazu, die zentrale Zulassung für Krypto-Dienstleister in Europa, ergänzt um Lizenzen in Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für das Geschäftsjahr 2025 weist das Unternehmen rund 371 Millionen Euro bereinigten Umsatz aus, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (The Block, März 2026). Wer hier anfängt, arbeitet an einem regulierten Finanzprodukt mit echten Kundengeldern. Gefragt sind dabei längst nicht nur Entwicklerinnen und Entwickler. In den Teams sitzen genauso Compliance-Fachleute, die die neuen EU-Regeln in den Alltag übersetzen, Produktmanager und Leute aus Kundenservice und Marketing. Das Unternehmen beschreibt seine Belegschaft als international zusammengesetzt und bietet neuen Mitarbeitenden ein Onboarding-Programm samt Umzugsunterstützung. Eine harte Mitarbeiterzahl jenseits der rund 700 Köpfe veröffentlicht Bitpanda nicht laufend. Für 2026 bereitet das Unternehmen nach übereinstimmenden Presseberichten einen Börsengang in Frankfurt vor.

Rund 70 Juristinnen und Juristen arbeiten bei Fellner Wratzfeld & Partner am Wiener Schottenring, gemeinsam mit Assistenz, IT und weiteren Fachkräften zählt das Haus etwa 140 Beschäftigte (fwp.at, Stand Juli 2026). Ihr Feld ist das Wirtschaftsrecht: Bankgeschäfte, Firmenkäufe, Sanierungen, große Immobilien- und Infrastrukturprojekte. Gegründet wurde die Kanzlei 1999 von Markus Fellner und Kurt Wratzfeld. Beraten werden private Unternehmen ebenso wie Auftraggeber aus dem öffentlichen Sektor. Das Wirtschaftsrecht ist ein weites Feld, und fwp deckt einen großen Teil davon ab. Ein Schwerpunkt liegt im Banken- und Finanzierungsrecht: Wenn ein Kredit strukturiert oder eine Übernahme finanziert wird, gehört die Kanzlei zu den festen Adressen am Platz Wien. Ein zweiter ist die Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen in der Krise, ein Gebiet, für das Mitgründer Markus Fellner auch über das Haus hinaus einen Namen hat. Dazu kommen Firmenübernahmen, Gesellschaftsrecht, Vergabe- und Immobilienrecht sowie die Prozessführung vor Gericht. Zu den Mandanten zählen österreichische und internationale Unternehmen, dazu Auftraggeber der öffentlichen Hand. Gearbeitet wird an einer Adresse, dem Schottenring 12 im ersten Wiener Bezirk. Kein weit verzweigtes Netz an Standorten, sondern ein Haus, in dem sich die Kolleginnen und Kollegen kennen. Grenzüberschreitende Fälle betreut die Kanzlei über ein Netzwerk befreundeter Sozietäten, sodass auch bei internationalen Transaktionen Erfahrung im Raum ist. Die einschlägigen Kanzleiverzeichnisse Chambers, The Legal 500 und JUVE führen fwp regelmäßig in ihren Rankings. Für den Berufseinstieg heißt das konkret: Konzipientinnen und Konzipienten lernen bei komplexen Transaktionen von erfahrenen Partnern, statt an der Peripherie zu bleiben. Die Kanzlei nennt laufende Weiterbildung und langfristige Entwicklungswege ausdrücklich als Teil ihres Angebots und wurde 2025 im JUVE-Verfahren als Top-Arbeitgeber unter Österreichs Wirtschaftskanzleien geführt; beim DACH-Vergleich BEST RECRUITERS erhielt sie 2024/25 das Silber-Siegel (fwp.at, Stand Juli 2026). Neben den Anwältinnen und Anwälten halten Assistenz, IT und Business Development den Betrieb am Laufen. Seit 1999 wächst das Haus an einem Ort weiter.

Wir sind Wirtschaftsmotor, internationaler Konzern, verlässlicher Geschäftspartner, Innovationstreiber und Umweltschützer. Aber vor allem sind wir eines: ein attraktiver Arbeitgeber. Kaum ein anderes Unternehmen bietet so viele unterschiedliche und spannende Jobmöglichkeiten wie die ÖBB. Von Fahrzeugtechniker:in bis zu Bauingenieur:in, von der Logistik bis zur IT. Und für diejenigen, die noch am Beginn ihrer Karriere stehen, gibt es ein breites Angebot an Lehrlingsausbildungen, Praktika und sogar ein eigenes Traineeprogramm. Die ÖBB sind das größte Mobilitäts- und Klimaschutzunternehmen des Landes und bieten mit über 127 unterschiedlichen Berufsbildern eine breite Vielfalt an spannenden Berufsperspektiven. Außerdem ist die Bahn bunt und Vielfalt wird bei den ÖBB großgeschrieben. Denn nur so können wir nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg garantieren. Die ÖBB steht für grünen Strom und eine grüne Zukunft und trägt als größtes Klimaschutzunternehmen des Landes eine enorme Verantwortung für Österreich und die Umwelt. Deshalb investieren die Menschen bei den ÖBB mit ihrem Job in ein nachhaltiges System Schiene und leisten einen wertvollen Beitrag für eine klimafreundliche Zukunft. Besonders junge Menschen stehen bei den ÖBB im Fokus, da wir einer der größten Lehrbetriebe Österreichs mit über 100 Jahren Erfahrung in der Ausbildung sind. Für Berufseinsteiger:innen bietet unser Trainee4mobility Programm das perfekte Sprungbrett in den ÖBB-Konzern. News: https://www.unsereoebb.at/

In Siegendorf im Burgenland bestücken Automaten auf mehr als 9.000 Quadratmetern Leiterplatten, die später in Autoscheinwerfern, Waschmaschinen und Rolltreppensteuerungen stecken. Entwickelt werden viele davon in Wien. MELECS EWS GmbH ist 2009 aus einem Management-Buy-out bei Siemens Österreich hervorgegangen und beschäftigt heute rund 1.800 Menschen an Standorten in Europa, Asien und Amerika. Melecs entwickelt und fertigt Elektronik im Auftrag anderer Unternehmen. Große Hersteller lassen hier Steuerungen, Sensorik und Leiterplatten bauen, statt eigene Werke dafür zu betreiben. Der Fachbegriff dafür lautet E²MS. Praktisch heißt das: Ein Kunde kommt mit der Idee für ein Scheinwerfer-Steuergerät, Melecs übernimmt Entwicklung, Serienfertigung und Logistik dazu. Drei Felder tragen das Geschäft. In der Automobilelektronik geht es um Scheinwerfer, Spiegelblinker und Steuergeräte, die nach der Sicherheitsnorm ISO 26262 entwickelt werden. Für die Hausgerätebranche entstehen Leistungs- und Displaymodule, Melecs beliefert dort seit Jahren internationale Hersteller. Dazu kommt Industrieelektronik, etwa Steuerungen für Rolltreppen oder energieeffiziente Heizsysteme. Der Start fiel mitten in die Finanzkrise. Aus 96 Millionen Euro Umsatz im Gründungsjahr wurden bis zum 15-Jahr-Jubiläum im April 2024 rund 514 Millionen (Bezirksblätter, April 2024), und seit 2023 zählt Melecs zu den zwölf größten EMS-Dienstleistern Europas. Alleinige Gesellschafterin ist die MELECS Holding GmbH in Wien. 2023 stiegen die Invest AG und Raiffeisen OÖ Invest mit Wachstumskapital ein. Wer hier arbeitet, arbeitet international. Das Elektronikwerk Siegendorf ist der größte Standort, die Entwicklung sitzt am Wiener Handelskai, weitere Werke stehen in Györ, im chinesischen Wuxi und in Querétaro in Mexiko. Ein Vertriebs- und Entwicklungsbüro in Michigan betreut den US-Markt. Für technische Fachleute ergeben sich daraus auch Auslandseinsätze. Die Berufsbilder reichen weit über die Fertigungslinie hinaus. Hardware-Entwickler und Embedded-Software-Techniker sitzen in Wien, in Siegendorf arbeiten Prozesstechniker, Qualitätsmanager und Industrial Engineers an den hochautomatisierten Linien. Lehrlinge bildet Melecs in der Elektrotechnik aus, dreieinhalb Jahre lang, in einer Ausbildungspartnerschaft mit der Siemens AG Österreich und auf Wunsch als Lehre mit Matura. Bei entsprechendem Geschäftserfolg zahlt das Unternehmen monatliche Beiträge in eine Pensionskasse ein, dazu kommen Sprachkurse im Haus und jährliche Entwicklungsgespräche. Wie viele der rund 1.800 Beschäftigten auf Siegendorf entfallen, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus. Für das Jahr 2024 hat die Gruppe erstmals freiwillig einen Nachhaltigkeitsbericht nach den europäischen ESRS-Standards vorgelegt.

Die Ärztekammer für Wien sorgt dafür, dass rund 14.700 Wiener Ärztinnen und Ärzte ihren Beruf unter verlässlichen Bedingungen ausüben können. Sie verhandelt mit den Sozialversicherungen, organisiert die ärztliche Fortbildung und steht ihren Mitgliedern in rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen zur Seite. Hinter dieser Arbeit steht ein eigenes Team von rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sitzen mitten im ersten Bezirk, in der Weihburggasse unweit des Stephansdoms. Als Körperschaft öffentlichen Rechts ist die Kammer die gesetzliche Interessenvertretung der Wiener Ärzteschaft. Sie führt die Ärzt*innenliste, in der zum Jahresbeginn 2025 rund 33.700 Personen verzeichnet waren, darunter 14.681 ordentliche Mitglieder. Was abstrakt klingt, hat sehr praktische Seiten. Ein Jurist prüft einen Kassenvertrag, eine Controllerin behält den Wohlfahrtsfonds im Blick, eine Projektmitarbeiterin bereitet das Diplom-Fortbildungs-Programm vor, mit dem Ärztinnen und Ärzte ihre Qualifikation aktuell halten. Die Kammer beschreibt sich selbst als professionell organisierten Dienstleistungsbetrieb für ihre Mitglieder und sucht entsprechend keine Mediziner*innen, sondern Fachkräfte wie Jurist*innen, Buchhalter*innen, Controller*innen und Mitarbeiter*innen für Projekte. Der Arbeitsplatz liegt im Herzen der Stadt. Wer hier anfängt, muss nicht alles schon mitbringen: Die Kammer qualifiziert auch Einsteiger*innen für ihre Spezialgebiete und bietet interne wie externe Weiterbildung. Zum Angebot gehören bis zu zwei Tage Homeoffice pro Woche, eine Jahreskarte der Wiener Linien sowie eine betriebliche Gesundheits- und Altersvorsorge. Eine öffentliche Aufschlüsselung der Gehälter veröffentlicht die Kammer nicht. Der gesellschaftliche Bezug der Arbeit bleibt dafür greifbar. Wird ein ärztlicher Notdienst koordiniert oder der Praxisplan gepflegt, mit dem Patientinnen und Patienten eine passende Ordination finden, profitiert am Ende die ganze Stadt.

In fast jedem Smartphone, in modernen Hörgeräten und in der Steuerelektronik heutiger Autos stecken winzige Leiterplatten. Viele davon kommen aus Leoben. AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft entwickelt und fertigt solche Bauteile seit 1987 und zählt heute zu den weltweit führenden Herstellern hochwertiger Leiterplatten und IC-Substrate. Rund 13.000 Menschen arbeiten für das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in der Obersteiermark. Eine Leiterplatte verbindet die elektronischen Bauteile eines Geräts und macht aus einzelnen Chips ein funktionierendes Ganzes. AT&S baut besonders kompakte und leistungsfähige Varianten davon, dazu IC-Substrate, die als Bindeglied zwischen Halbleiterchip und Platine sitzen. Mit dem Kompetenzzentrum in Leoben ist das Unternehmen nach eigenen Angaben das erste in Europa, das solche Substrate hier entwickelt und in Serie fertigt. Die Abnehmer sitzen in der Automobilindustrie, in der Kommunikationstechnik rund um 5G, in der Medizintechnik und in der Unterhaltungselektronik. In etwa jedem vierten in Europa verkauften Smartphone steckt laut Unternehmensangaben eine Platine von AT&S. Gegründet wurde die Firma 1987 aus mehreren steirischen Elektronikbetrieben. Im Geschäftsjahr 2024/25 beschäftigte sie im Durchschnitt rund 13.000 Mitarbeitende und erzielte einen Konzernumsatz von 1,59 Milliarden Euro. Produziert wird an mehreren Standorten: in Österreich in Leoben und Fehring, dazu in Shanghai und Chongqing in China, im indischen Nanjangud und seit Kurzem im malaysischen Kulim. Die Aktie ist an der Wiener Börse im ATX-Prime notiert. Die Bandbreite an Berufen ist entsprechend groß. In der Reinraumfertigung bedienen Verfahrenstechniker und Anlagenführer die Maschinen, in Entwicklung und Forschung arbeiten Elektrotechnikerinnen, Chemiker und Materialwissenschaftler an der nächsten Generation von Substraten. Wer einsteigen will, muss nicht studiert haben: AT&S bildet selbst aus und hat die Zahl der Lehrstellen zuletzt mehr als verdoppelt. Für viele beginnt der Weg mit einer Lehre in Leoben. Andere wechseln im Lauf ihrer Laufbahn zwischen den Werken in Österreich und Asien.

64 selbstständige Raiffeisenbanken mit zusammen rund 344 Filialen prägen das Bankgeschäft in Oberösterreich. Ihr gemeinsames Spitzeninstitut steht am Europaplatz in Linz: die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG. Sie übernimmt dort die Geschäfte, die für eine einzelne Regionalbank zu groß sind, vom Firmenkundengeschäft bis zur Beteiligung an Industrieunternehmen. Wer hier arbeitet, sitzt an einer der zentralen Schaltstellen der österreichischen Raiffeisen-Gruppe. Das Tagesgeschäft reicht weit über den Bankschalter hinaus. Privatkunden führen hier ihr Konto, oberösterreichische Betriebe finanzieren ihre Investitionen, und große Unternehmen holen sich Kapital für den nächsten Schritt. Daneben verwaltet die Bank ein umfangreiches Beteiligungsportfolio. Sie ist Kernaktionärin des Linzer Stahlkonzerns voestalpine und hält Anteile an der Raiffeisen Bank International sowie an der tschechischen Raiffeisenbank a.s. Allein diese drei Beteiligungen trugen 2025 jeweils über 90 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Die Zahlen zeigen die Größenordnung. Die Konzernbilanzsumme lag Ende 2025 bei 48,7 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss vor Steuern bei 748,3 Millionen Euro. Rund 7.800 Menschen arbeiten im Konzern, der 154 vollkonsolidierte Gesellschaften umfasst. Beraten wird dabei nicht nur in Österreich. Neben Linz, Salzburg und Wien ist die Bank an neun Standorten in Deutschland und in Prag vertreten. Entsprechend breit sind die Tätigkeitsfelder. In der Kundenberatung begleiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Privat- und Firmenkunden durch ihre Finanzierungen, im Beteiligungsmanagement analysieren Spezialisten Industrie- und Bankbeteiligungen, dazu kommen Aufgaben in Risikomanagement, IT und Treasury. Die Bank geht auf das Genossenschaftsmodell Friedrich Wilhelm Raiffeisens zurück und arbeitet nach dessen Grundsätzen von Solidarität und Subsidiarität. Als Spitzeninstitut der oberösterreichischen Raiffeisenbanken verbindet sie regionale Verankerung mit internationaler Reichweite. Geführt wird die Aktiengesellschaft seit Mai 2025 von Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Am Hohen Markt in Wien sammelt sich jeden Mittag eine kleine Menschentraube. Über die denkmalgeschützte Ankeruhr, ein Jugendstilwerk aus dem Jahr 1914, zieht dann eine Reihe historischer Figuren vorbei. Erbaut hat das Wahrzeichen die frühere Anker-Versicherung, aus der die heutige Helvetia Versicherungen AG hervorgegangen ist. Das Unternehmen sitzt bis heute im selben Haus, Hoher Markt 10–11. Gegründet wurde das Haus am 2. Dezember 1858 als „Der Anker, Gesellschaft für Lebens- und Rentenversicherung". Damit gehört Helvetia zu den ältesten Versicherern Österreichs. Den Namen Helvetia trägt das Unternehmen seit 2006; dahinter steht die schweizerische Helvetia Gruppe aus St. Gallen, mit der die Verbindung bis in die 1960er-Jahre zurückreicht. Was hier versichert wird, betrifft fast jeden Lebensbereich. Helvetia ist im Lebens- und Vorsorgegeschäft ebenso tätig wie in der Schaden- und Unfallversicherung: Das reicht von der Pensionsvorsorge über die Haushalts- und Kfz-Versicherung bis zur Absicherung ganzer Betriebe. Über 630.000 Kundinnen und Kunden in Österreich vertrauen dem Unternehmen ihre Risiken an. Betreut werden sie von mehr als 950 Mitarbeitenden an österreichweit 39 Standorten. Entsprechend breit ist die Palette der Berufe. Im Außendienst beraten Kundenbetreuerinnen und -betreuer in den Regionen zu Vorsorge und Schadenschutz, in der Generaldirektion am Hohen Markt kalkulieren Aktuare die Tarife, prüfen Underwriter die Risiken und bearbeiten Spezialistinnen die Schadenfälle. Dazu kommen Bereiche wie IT, Recht, Finanzen und Kundenservice. Auf Aus- und Weiterbildung legt das Unternehmen erkennbaren Wert: Mitarbeitende werden bei der Auswahl passender Seminare unterstützt und über ein eigenes Weiterbildungsprogramm begleitet. Seit dem 5. Dezember 2025 gehört Helvetia zur Helvetia Baloise Gruppe, dem Zusammenschluss der beiden Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise. In der Schweiz ist daraus der größte Allbranchenversicherer geworden. Die Gruppe beschäftigt rund 22.000 Menschen in acht europäischen Märkten und betreut etwa 13 Millionen Kundinnen und Kunden. Für die österreichische Gesellschaft heißt das: ein finanzstarker Konzern im Rücken, die Arbeit aber weiterhin dort, wo schon 1914 die Ankeruhr aufgezogen wurde.