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Rund 700 gelernte Augenoptikerinnen und Augenoptiker arbeiten bei Hartlauer, dazu kommen 280 Hörgeräteakustiker:innen in 243 Hörstudios. Angefangen hat das 1971 mit einem Fotogeschäft in Steyr, gegründet von Franz Josef und Renate Hartlauer. Seit 2000 führt Sohn Robert F. Hartlauer das Familienunternehmen, der Firmensitz ist bis heute Steyr in Oberösterreich.
Hartlauer berät und verkauft rund um Brillen, Hörgeräte, Kameras und Handys, und zwar im Geschäft ums Eck statt nur über den Bildschirm. 160 Standorte verteilen sich über alle österreichischen Bundesländer, von Landeshauptstädten bis in kleinere Bezirksstädte. Wer im Verkauf steht, hat es mit Stammkundschaft zu tun: Über drei Millionen aktive Löwencard-Kundinnen und -Kunden zählt das Unternehmen. Der Bruttoumsatz lag 2024 bei 354,6 Millionen Euro und damit rund fünf Prozent über dem Vorjahr (hartlauer.at, abgerufen 09.08.2026).
Ein Teil der Arbeit passiert nicht im Regal, sondern in der Werkstatt. In Steyr betreibt Hartlauer eine eigene Schleiferei für Brillengläser, und Otoplastiken für Hörgeräte, also die individuell angepassten Ohrpassstücke, entstehen ebenfalls im eigenen Haus. Das erklärt, warum hier Handwerk und Handel nebeneinander laufen. In der Zentrale wiederum entwickeln Softwareentwickler:innen die internen Systeme, während andere Kolleginnen und Kollegen Standorte planen oder die Personalverrechnung machen. Die Bandbreite reicht also von der Meisterprüfung in der Hörakustik bis zum IT-Projekt.
Auffällig ist, wie viel Ausbildung im Unternehmen steckt. Etwa 200 Lehrlinge sind gleichzeitig im Betrieb, rund 60 beginnen jedes Jahr neu. Ausgebildet wird in der Augenoptik, im Einzelhandel mit Schwerpunkt Telekommunikation und im Bereich Foto und Multimedia. Dazu gibt es eine eigene Lehrwerkstätte für Optik und Hörakustik sowie die Hartlauer Akademie für Weiterbildung, auch für Quereinsteigende über den zweiten Bildungsweg. Die Lehre mit Matura zahlt das Unternehmen, ein Klimaticket gehört ebenfalls dazu. Zur Beschäftigtenzahl kursieren leicht unterschiedliche Angaben: Die Unternehmensseite spricht von über 2.000 Mitarbeitenden, das Karriereportal von rund 1.900.
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