Feldgasse 19
8200 Gleisdorf
Österreich

In Gleisdorf östlich von Graz arbeiten rund 90 Menschen aus mehr als 15 Nationen an sehr praktischen Fragen: Wie kommt eine Fabrik zu ihrer Prozesswärme ohne Gas? Wie saniert man ein Wohnhaus aus den Siebzigerjahren so, dass es im Sommer kühl bleibt? AEE INTEC forscht daran seit 1988. Und zwar angewandt, denn die Ergebnisse landen nicht nur in Fachartikeln, sondern in Anlagen, die danach tatsächlich laufen.
Das Institut ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in der Rechtsform eines Vereins mit Sitz in Gleisdorf. Gearbeitet wird in drei Zielgruppenbereichen und drei technologischen Arbeitsgruppen. Ein Team begleitet Gebäude und Quartiere von der Planung bis zur Messung im laufenden Betrieb, ein anderes untersucht, wie sich Wärmenetze und ganze Stadtteile umbauen lassen, ein drittes sitzt bei Industriebetrieben und rechnet deren Prozesswärme neu durch. Dazu kommen Labore mit Kollektorprüfstand, Prüfeinrichtungen für Fassadenelemente und Simulationssoftware. Thermische Speicher sowie Wasser- und Prozesstechnologien sind eigene Fachgebiete.
Die Auftraggeber reichen von steirischen Gemeinden und Wohnbauträgern über Industrieunternehmen und Ingenieurbüros bis zu Bundesministerien, der Europäischen Kommission und der UN-Organisation UNIDO. Seit 2015 gehört AEE INTEC dem Forschungsverband Austrian Cooperative Research an, der für 2025 einen Umsatz von 9,5 Millionen Euro und 115 Beschäftigte ausweist; das Institut selbst spricht in aktuellen Ausschreibungen von rund 90 Mitarbeitenden. Neben der Forschung gibt das Haus die Fachzeitschrift "Nachhaltige Technologien" heraus und veranstaltet Konferenzen und Workshops.
Wer hier anfängt, ist selten allein Fachexpertin oder Fachexperte. Projektleitungen führen internationale Konsortien, schreiben Förderanträge und stehen auf Konferenzen am Rednerpult. Gesucht werden regelmäßig Bauphysik, Verfahrens- und Energietechnik, aber auch Softwareentwicklung für Gebäudedaten, Wissenschaftskommunikation und Buchhaltung. Rund drei Dissertationen und etwa zehn Diplomarbeiten, Praktika und Studienassistenzen laufen im Schnitt parallel, der Einstieg über eine Abschlussarbeit ist also ein üblicher Weg.
Fast alle Stellen sind wahlweise in Teilzeit oder Vollzeit ausgeschrieben. Zu den Rahmenbedingungen zählen Gleitzeit mit Homeoffice-Möglichkeit, interne und externe Weiterbildung, eine betriebliche Altersvorsorge, ein Prämiensystem und ein Zuschuss zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Für eine ausgeschriebene Projektleitung nennt das Institut ein Mindestgehalt von 59.000 Euro brutto pro Jahr auf Vollzeitbasis, mit Überzahlung je nach Qualifikation und Erfahrung.
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