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9020 Klagenfurt am Wörthersee
Österreich

Siemens Energy, Wien Energie, Lonza und Wacker Chemie arbeiten mit Software aus Klagenfurt. Entwickelt hat sie Augmensys, ein 2011 im Lakeside Park gegründetes Softwarehaus, dessen Produkt UBIK Anlagendaten dorthin bringt, wo sie gebraucht werden: auf Tablet, Smartphone oder Datenbrille, direkt neben dem Bauteil in der Anlage. Aus dem kleinen Kärntner Start-up sind inzwischen fünf Standorte in Österreich, Deutschland und Brasilien geworden.
Die Kunden sind große Industriebetriebe aus Öl und Gas, Chemie, Pharma und Energieerzeugung. Deren Problem ist ein sehr praktisches: Der Techniker steht vor der Pumpe, die passenden Unterlagen liegen im Büro. UBIK sammelt die Informationen aus Engineering-, Instandhaltungs- und Projektdatenbanken ein und zeigt sie am mobilen Gerät an, auf Wunsch als Einblendung im Kamerabild. Rund um diesen Kern sind mehrere Ausbaustufen entstanden, etwa UBIK Guide für Mixed-Reality-gestützte Arbeitsanweisungen oder MaTaP PRO für die Dokumentation großer Stillstände und Inbetriebnahmen. Dass die Technologie trägt, zeigt ein Blick auf die Partner: Siemens setzt UBIK im COMOS Mobile Worker ein, und weltweit vertreiben mehr als zehn Systemintegratoren die Software mit.
Gearbeitet wird an fünf Adressen. Firmensitz und Geschäftsführung sind in Klagenfurt, die Entwicklung sitzt in einer Niederlassung in Linz, dazu kommen Schwelm und Bamberg in Deutschland sowie São Paulo in Brasilien. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: englischsprachige Zusammenarbeit über Zeitzonen hinweg ist hier Alltag, nicht Ausnahme. Das Unternehmen selbst formuliert das so, dass globale Fragen am besten von einem internationalen Team beantwortet werden.
Die Berufsbilder reichen von der Softwareentwicklung über UI/UX-Design und Qualitätsmanagement bis zu Projektingenieuren, die beim Kunden in der Anlage stehen und die Software auf reale Abläufe zuschneiden. Ausgeschriebene Entwicklerstellen drehen sich um .NET und mobile Plattformen für Android und iOS, historisch auch um Microsoft HoloLens. Wer lieber nah am Kunden arbeitet als am Compiler, findet also ebenso einen Platz.
Groß ist der Betrieb nicht. Das WKO-Firmen-A-Z weist für den Kärntner Standort 13 Beschäftigte aus, karriere.at ordnet das Unternehmen der Gruppe 11 bis 30 Mitarbeitende zu; eine Gesamtzahl über alle fünf Standorte veröffentlicht Augmensys nicht. In einem Team dieser Größe bleibt der Weg vom eigenen Code bis zum Konzernkunden kurz. Auf karriere.at nennt das Unternehmen Gleitzeit mit Kernzeit von 9:00 bis 15:30 Uhr und die Möglichkeit zu Homeoffice, dazu Firmenlaptop und Diensthandy, die auch privat genutzt werden dürfen.
Im Mai 2026 hat die Wirtschaftskammer Kärnten das Unternehmen zum 15-jährigen Bestehen geehrt. Einen Monat später trafen sich Anwender beim International Client Summit in Klagenfurt: Siemens Energy sprach dort über Transparenz bei der Inbetriebnahme von Großanlagen, RAG Austria über Wartungsstrategien für Energieinfrastruktur, Wien Energie über Meldungen und Notizen direkt aus dem Feld.
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