Wagramer Straße 19 / Stock 16
1220 Wien
Österreich

Ende 2023 ging eine Entdeckung aus Wien um die Welt: SMTP Smuggling, eine Lücke im Mailprotokoll, mit der sich Absenderadressen fälschen ließen. Gefunden hat sie das Vulnerability Lab von SEC Consult. Seit 2002 prüft die Firma, wie sicher die IT von Unternehmen und Behörden wirklich ist, und zwar meistens so, wie es ein Angreifer täte.
Der Arbeitsalltag sieht dabei sehr verschieden aus. Ein Teil der Belegschaft bricht im Auftrag der Kunden in Webanwendungen, SAP-Landschaften oder Steuerungsanlagen ein und schreibt danach auf, an welcher Stelle die Tür offen stand. Andere begleiten Sicherheitsverantwortliche über Monate hinweg, bis ein Managementsystem steht, das der ISO-27001-Prüfung standhält. NIS2 und DORA bringen zusätzlich Arbeit ins Haus: Viele Betriebe wissen inzwischen, dass sie betroffen sind, nur nicht, was das für ihre Systeme konkret heißt. Und wenn es brennt, wenn Daten verschlüsselt sind und die Produktion steht, rückt das Notfallteam SEC Defence aus, rund um die Uhr erreichbar.
Zu den Kunden zählen Behörden ebenso wie internationale Organisationen. Auch Betreiber kritischer Infrastruktur holen sich hier Hilfe, also dort, wo ein Ausfall mehr kostet als Umsatz. Seit Dezember 2020 gehört SEC Consult zum französischen IT-Konzern Atos, der bei der Übernahme von mehr als 200 Spezialistinnen und Spezialisten in der Gruppe sprach; eine aktuellere Gesamtzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht. Für den österreichischen Teil weist die Great-Place-to-Work-Zertifizierung rund 70 Beschäftigte aus. Gearbeitet wird vom Wiener Hauptsitz an der Wagramer Straße aus, dazu von Büros in Linz und Wiener Neustadt sowie von vier Standorten in Deutschland.
Als Arbeitgeber ist SEC Consult in Österreich und Deutschland vierfach als Great Place to Work zertifiziert worden, zuletzt 2023. In der Kategorie der Betriebe mit 50 bis 99 Mitarbeitenden reichte es 2022 für Platz sechs unter Österreichs besten Arbeitgebern. Weiterbildung ist in diesem Feld keine Kür, sondern Voraussetzung: Ohne laufende interne und externe Schulungen und Zertifizierungen verliert man den Anschluss an die Angreifer. Die Arbeitszeit ist flexibel, Remote-Arbeit üblich, das Öffi-Ticket zahlt die Firma. Wer noch studiert, kann über ein Sommerpraktikum hereinschnuppern. Ausgeschrieben sind gerade Stellen in der digitalen Forensik, in der OT-Security und in der Projektleitung, fast alle in Wien.
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