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Justizanstalt Graz-Jakomini

Graz

Über das Unternehmen

Schlosserei, Tischlerei, KFZ-Werkstätte, Gärtnerei: In rund einem Dutzend Betrieben der Justizanstalt Graz-Jakomini wird jeden Tag gearbeitet. Wer hier beschäftigt ist, sorgt nicht nur für Sicherheit und Ordnung. Justizwachebedienstete leiten Insassen bei der Arbeit an, beaufsichtigen sie und begleiten Menschen durch eine schwierige Lebensphase. Sie tun das gemeinsam mit Psychologinnen, Sozialarbeitern, Pflegekräften und Seelsorgern.

Die Justizanstalt Graz-Jakomini ist das gerichtliche Gefangenenhaus für den Großraum Graz und gehört zum österreichischen Strafvollzug unter dem Bundesministerium für Justiz. Untergebracht sind hier Untersuchungshäftlinge, Strafgefangene mit Haftzeiten bis zu 18 Monaten sowie Personen in Schub- und Abschiebehaft. Getrennte Abteilungen gibt es für erwachsene Männer, erwachsene Frauen, junge Erwachsene und Jugendliche, dazu einen Mutter-Kind-Bereich. Mit über 500 Haftplätzen, davon rund 443 am Hauptstandort an der Conrad-von-Hötzendorf-Straße und 70 in der Außenstelle Paulustorgasse in der Grazer Innenstadt, zählt die Anstalt laut Wikipedia zu den größten gerichtlichen Gefangenenhäusern Österreichs. Das Haus wurde in den 1890er-Jahren gemeinsam mit dem Landesgericht errichtet und ist seither in Betrieb.

Die Arbeit verteilt sich auf viele Berufe. Den Kern bildet die Justizwache: Exekutivbedienstete überstellen und beaufsichtigen die Insassen, betreuen sie auf den Abteilungen und leiten sie zugleich in den Werkstätten an. Daneben sind unter anderem Psychologinnen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, diplomierte Pflegekräfte, Ärzte und Seelsorger im Einsatz. Der Einstieg in den Justizwachdienst erfolgt als Vertragsbediensteter mit einer einjährigen exekutivdienstlichen Grundausbildung aus Theorie- und Praxisblöcken; einer der Ausbildungsstandorte liegt in Graz. Wer hier anfängt, arbeitet im Bundesdienst, also in einem stabilen öffentlichen Beschäftigungsverhältnis mit klaren Laufbahnen.

Die Anstalt ist auch ein Arbeits- und Ausbildungsbetrieb. Etwa ein Drittel der Insassen ist in den Werkstätten beschäftigt, von der Schlosserei und Tischlerei über die KFZ-Werkstätte bis zur Anstaltsküche und Wäscherei. Für jüngere Insassen kommen schulische Bildung und eine Lehrausbildung hinzu, getragen unter anderem in Zusammenarbeit mit dem sonderpädagogischen Ellen-Key-Zentrum. Die genaue Zahl der Bediensteten ist öffentlich nicht ausgewiesen. Was die Aufgabe ausmacht, lässt sich aber gut beschreiben: Ordnung sichern und zugleich an der Wiedereingliederung mitarbeiten, beides Hand in Hand, jeden Tag.

Einblicke

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Hauptstandort

Justizanstalt Graz-Jakomini

Klosterwiesgasse 84
8010 Graz
Österreich