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Über 200.000 Metadatensätze beschreiben die Datenlandschaft der Stadt Wien. Jede und jeder in der Stadtverwaltung kann darin nachschlagen, woher eine Kennzahl stammt, was sie genau bedeutet und wer für sie verantwortlich ist. Aufgebaut hat die Stadt dieses System mit der Software und dem Team von dataspot. Rund 30 Menschen arbeiten in dem Wiener Unternehmen, an fünf Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Entstanden ist dataspot. 2016 in Wien, und zwar aus der Projektpraxis heraus. Die Gründungsköpfe kamen aus Data-Warehouse- und Business-Intelligence-Vorhaben und beobachteten dort immer dasselbe: Über Technik wurde viel gesprochen, über die fachliche Bedeutung der Daten zu wenig. Genau dort setzt das Produkt an. dataspot. ist ein Data Catalog, also eine Web-Plattform, in der Fachabteilungen ohne Umweg über die IT festhalten, welche Begriffe im Haus gelten, aus welchem System eine Zahl kommt und über welche Zwischenstationen sie bis in den Report gewandert ist. Das klingt unspektakulär. Für eine Organisation mit hunderten Datenbanken ist es die Voraussetzung dafür, dass Berichte, Meldungen an Aufsichtsbehörden und KI-Vorhaben überhaupt belastbar sind.
Über 100 Kunden nutzen die Plattform, mehr als 300 Data-Excellence-Projekte hat das Team laut eigener Website umgesetzt. Die Kundschaft reicht von der öffentlichen Verwaltung bis in die Industrie: Auf der Fachkonferenz TDWI in München berichteten im Juni 2025 unter anderem die Porsche Holding Salzburg und die Stadt Zürich über ihre Projekte, dazu der Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid. Das Analystenhaus BARC führt dataspot. in seiner Data Management Survey 2025 zum vierten Mal in Folge als Bestplatziertes Produkt seiner Vergleichsgruppe; 97 Prozent der befragten Anwenderinnen und Anwender geben an, die Software weiterzuempfehlen.
Zwei Arten von Arbeit prägen den Alltag. In Wien entwickeln Softwareentwicklung und Product Management die Plattform weiter, jede Release-Generation baut auf der Rückmeldung der Anwender auf. Die Consultants wiederum sitzen bei den Kunden, führen Data Governance ein, modellieren gemeinsam mit Fachbereichen deren Begriffswelt und geben Trainings in der eigenen Academy. Wer als Business Consultant einsteigt, sieht dadurch in kurzer Zeit sehr unterschiedliche Häuser von innen, von der Stadtverwaltung bis zum Energieversorger. Das Unternehmen sucht dafür nach eigener Beschreibung Menschen mit Neugier und Eigenverantwortung, und Weiterbildung sowie Homeoffice-Möglichkeiten gehören zum Angebot. Welche Benefits darüber hinaus geboten werden, veröffentlicht dataspot. nicht im Detail.
Seit Januar 2026 gehört das Unternehmen zur deutschen SoftProject-Gruppe aus Ettlingen, die über 230 Mitarbeitende beschäftigt und mehr als 300 Unternehmen betreut, mit weiteren Niederlassungen in Spanien, Frankreich und der Schweiz. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: ein kleines, fachlich sehr spezialisiertes Team in Wien, im Rücken die Struktur einer europäischen Gruppe. Mitgründerin Barbara Kainz führt die Geschäfte weiter, gemeinsam mit SoftProject-Chef André Scheffknecht. Bewerbungen laufen über jobs@dataspot.at.
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