Karolingerstraße 36A
5020 Salzburg
Österreich

1988 ging Salzburg zum ersten Mal online, und zwar über einen Rechner jenes Unternehmens, aus dem später conova communications GmbH wurde. Heute betreibt conova vier Rechenzentren in Salzburg-Maxglan und in Hallein. Dort läuft die IT von Porsche Informatik, XXXLutz, bellaflora oder der Universität Mozarteum Salzburg, und dort sitzt auch der Salzburger Internetknoten SAIX, den das Unternehmen 2015 aufgebaut hat.
Das Geschäft lässt sich in einem Satz erklären: conova betreibt die IT anderer Firmen. Server, Speicher, Netzwerke und Sicherheitssysteme stehen in den eigenen Rechenzentren, die Kunden buchen Rechenleistung, Cloud-Dienste oder gleich den kompletten Betrieb ihrer Systeme. Wenn ein Möbelhaus seine Warenwirtschaft nicht selbst hosten will oder eine Universität ihre Daten nachweislich in Österreich halten muss, landet diese Aufgabe bei Teams in Salzburg. Die Rechenzentren 6 und 7 in Hallein wurden 2019 nach elf Monaten Bauzeit eröffnet, mit rund 1.300 Quadratmetern Technikfläche und Platz für etwa 10.000 zusätzliche Server (wirtschaftszeit.at, 26.09.2019). Alle vier Standorte sind nach EN 50600 zertifiziert, die Informationssicherheit ist seit 2013 nach ISO 27001 geprüft und wurde 2025 erneut bestätigt. Seit 2017 arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben CO₂-neutral und nutzt dafür unter anderem die Abwärme der Server weiter.
Hinter conova stehen zwei Eigentümer zu gleichen Teilen: die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation und die MAMDa Beteiligungs GmbH. Die Firmengeschichte reicht über mehrere Namen zurück bis 1988, das heutige Unternehmen entstand 2001 aus der Zusammenführung von salzburg-online und Tech-Consult. Firmensitz ist die Karolingerstraße in Salzburg, seit 2012 gibt es zusätzlich einen Standort in Wien-Schwechat. Die Wirtschaftskammer weist rund 100 Beschäftigte aus (WKO Firmen A-Z, abgerufen 09.08.2026); eine tagesaktuelle Zahl veröffentlicht das Unternehmen selbst nicht.
Die Teams sind nach Spezialgebieten geschnitten. Wer aus der Linux- und Open-Source-Welt kommt, arbeitet hier ebenso wie Microsoft-Fachleute, dazu kommen Netzwerk- und IT-Security-Profis sowie jene Technikerinnen und Techniker, die Strom, Kühlung und Zutrittssysteme der Rechenzentren am Laufen halten. Auch kaufmännische Rollen sind vertreten: Aktuell sucht conova unter anderem einen Senior Systems Engineer für Virtualisierung, Datensicherung und Storage sowie einen Key Account Manager. conova ist bei der Wirtschaftskammer als Lehrbetrieb eingetragen und holt Nachwuchs über zwei eigene Formate ins Haus, ein einwöchiges Bootcamp in den Ferien und das Modell study.work.support., das Studium und Praxis im IT-Betrieb kombiniert.
Zur Arbeitsweise sagt das Unternehmen auf seiner Karriereseite drei konkrete Dinge: Homeoffice ohne fixe Obergrenze, flache Hierarchien und ein durchgehendes Du. Die Kundenliste zeigt, wie breit die Aufgaben streuen, vom Industriebetrieb AustroCel Hallein über die Scheuch Group bis zur Salzburg AG. Und der Internetknoten SAIX, der den Datenverkehr der Region kurzhält, läuft bis heute in diesen Räumen.
Karolingerstraße 36A
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