

Johannagasse 42/4
1050 Wien
Österreich

Mehr als fünf Millionen Stunden Ton und Bild haben die Systeme von NOA bereits vom Magnetband in digitale Dateien überführt. Alte Tonbänder, Kassetten und Videoträger verlieren langsam ihre Substanz, und die passenden Abspielgeräte werden Jahr für Jahr seltener. Genau dafür baut das Wiener Unternehmen seit dem Jahr 2000 Technik: Geräte und Software, mit denen Archive ihre Bestände Stück für Stück digitalisieren, prüfen und dauerhaft lesbar halten. Die Kunden sitzen in über zwanzig Ländern, vom ORF bis zur Fonoteca Nacional in Mexiko.
Was NOA verkauft, lässt sich an einem Arbeitsplatz erklären. Ein Bandgerät spielt eine Aufnahme ab, die Software von NOA nimmt das Signal auf, erkennt Fehler wie Aussetzer oder falsche Bandgeschwindigkeit und legt die Datei samt Beschreibung in ein Archivsystem. Die Produktfamilien dafür heißen ingestLINE, jobDB, mediARC und actLINE. Bei großen Häusern laufen davon ganze Reihen parallel, gesteuert wie eine kleine Fabrik. Für kleinere Archive gibt es mit PICO eine Einstiegsvariante.
Die Referenzliste des Unternehmens zeigt, in welchen Größenordnungen gearbeitet wird. Beim ORF ging es um rund 130.000 Audiobänder und 200.000 CDs, beim schwedischen Radio um etwa 350.000 Stunden Radioarchiv, in Mexiko um rund 600.000 Tonträger. Die Österreichische Mediathek arbeitet nach eigener Darstellung seit über 15 Jahren mit NOA. Solche Projekte enden nicht nach ein paar Wochen, sie begleiten ein Haus über Jahre. Fast das gesamte Geschäft geht ins Ausland: Für 2024 weist firmenabc.at eine Exportquote von 98 Prozent aus.
Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das vor allem eines: Die Arbeit ist technisch und international zugleich. Entwicklerinnen schreiben Software für Archivworkflows und Metadaten, Audio- und Videotechniker kümmern sich um Signalketten und Aufnahmehardware, und wer im Rollout arbeitet, richtet Anlagen direkt bei Rundfunkanstalten und Nationalarchiven ein und schult die Leute dort. Das Unternehmen sitzt in der Johannagasse in Wien-Margareten, dazu kommt eine Entwicklungsgesellschaft im deutschen Schorndorf. Eine offizielle Beschäftigtenzahl veröffentlicht NOA nicht; das LinkedIn-Profil nennt eine Größenordnung von 11 bis 50 Mitarbeitenden, das Team ist also überschaubar und die einzelne Rolle entsprechend breit.
Geführt wird die GmbH bis heute von zwei ihrer Gründer, Jean-Christophe Kummer und Peter Kuhnle. Wer sich hier bewirbt, arbeitet an Beständen, die es sonst in zwanzig Jahren nicht mehr gäbe. Auf der Karriereseite ist aktuell eine Stelle als Solution Rollout & Standards Specialist in Wien ausgeschrieben.
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