Gewerbepark 8
4707 Eisenstadt
Österreich

Ein Minidumper für die Baustelle, ein Holzspalter für den Brennholzplatz, ein Stromerzeuger für die Werkstatt: Solche Geräte bringt Zipper Maschinen GmbH seit 2008 von Schlüßlberg in Oberösterreich in den europäischen Handel. Gegründet haben die Firma vier Leute, geführt wird sie heute von Gerhard Rad und Daniel Schörgenhuber. Zipper gehört zur HOLZMANN-ZIPPER Gruppe, die im Februar 2025 rund 100 Mitarbeitende an sechs Standorten und aus zehn Nationen beschäftigte. Das Geschäft ist klein genug, dass man einander kennt, und groß genug, dass Anfragen aus Nordafrika genauso hereinkommen wie aus Bayern.
Zipper ist kein klassischer Maschinenbauer. Die Firma entwickelt ihr Sortiment und lässt bei Partnerbetrieben fertigen, in der Gruppe reicht das von China und der Türkei bis Österreich; Produktauswahl, Dokumentation und Service sitzen in Schlüßlberg. Sieben Produktbereiche deckt die Marke ab. Am Anfang stand 2008 die Brennholztechnik, 2010 kamen Baumaschinen dazu, 2012 die Stromerzeuger. Verkauft wird über Fachhändler, Baumärkte und den Onlinehandel, und gekauft wird von Profis auf Baustellen ebenso wie von Heimwerkern im Garten.
Über Österreich hinaus geht das Geschäft von Beginn an. Die Kundenbetreuung ist nach Märkten aufgeteilt: Ein Mitarbeiter betreut den Nahen Osten und Nordafrika, ein anderer den südwesteuropäischen Raum. Die Website läuft in fünf Sprachen, Kataloge gibt es zusätzlich auf Polnisch, Ungarisch, Italienisch und in weiteren Sprachen. Wer Fremdsprachen mitbringt, kann sie hier täglich einsetzen.
Gewachsen ist das Unternehmen sichtbar. 2017 kam ein 4.000 m² großes Lager in Eisleben bei Leipzig dazu, 2020 in Schlüßlberg ein Hochregallager samt Photovoltaikanlage und neuen Verladerampen, 2022 ein neues Bürogebäude am Firmensitz. 2024 mietete die Gruppe weitere 2.000 m² Lagerfläche zu. Die Warenwirtschaft läuft seit 2019 auf SAP S/4HANA, davor seit 2014 auf SAP ERP.
Die Wurzeln der Eigentümerfamilie reichen weiter zurück als die GmbH. 1886 gründete Johann Schörgenhuber sen. in Haslach an der Mühl eine kleine Schmiede für landwirtschaftliche Geräte. Daraus wurde 1995 Holzmann Maschinen, 2008 folgte Zipper als zweite Marke. Geführt wird Zipper von Gerhard Rad und Daniel Schörgenhuber, der die Familientradition bei Holzmann in zweiter Generation fortsetzt. Eigentümer sind drei Beteiligungsgesellschaften der Gründerfamilien, das Unternehmen ist also nicht in Konzernbesitz.
Die Bandbreite der Jobs ist für ein Haus dieser Größe ungewöhnlich breit. Im Lager wird kommissioniert, in der technischen Dokumentation entstehen die Bedienungsanleitungen für die über 1.500 Produkte der Gruppe, im After-Sales-Support beantworten Techniker Ersatzteil- und Reparaturfragen aus halb Europa. Zwölf Abteilungen weist Zipper aus, von der Buchhaltung bis zur IT. Ausgebildet wird auch selbst: In der Gruppe gibt es Lehrstellen in der Betriebslogistik, betreut von erfahrenen Teamleitern. Zuletzt waren bei Zipper Stellen in Logistik, IT, Marketing und Buchhaltung offen.
Geschäftsführer Daniel Schörgenhuber sagte im Februar 2025 gegenüber MeinBezirk, die Position als Top-Arbeitgeber in der Region sei ihm wichtig; man setze auf Stabilität und Wachstum, um Mitarbeitern Perspektiven zu bieten. Eine eigene Mitarbeiterzahl veröffentlicht Zipper nicht, die Angabe von rund 100 Personen bezieht sich auf die Gruppe. Ein Detail aus dem Alltag: Seit 2015 gibt es ein Bienenprojekt, wer mitmachen will, absolviert einen 40-stündigen Imkerkurs, und der Honig trägt das Firmenetikett.
Gewerbepark 8
4707 Eisenstadt
Österreich