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Bis zu 250.000 Tonnen Dünger verlassen jedes Jahr das Werk in Pischelsdorf, direkt an der Donau im Bezirk Tulln. Rund 120 Menschen arbeiten dort und im Außendienst für TIMAC AGRO Österreich. Vier von fünf Tonnen gehen in den Export, vor allem nach Mittel- und Osteuropa (Österreichische Verkehrszeitung, 22.12.2025).
Was hier entsteht, landet auf dem Acker und im Stall. Ein Teil geht als Dünger und Bodenverbesserer aufs Feld, ein anderer als Mineralleckmasse ins Rinderfutter. Dazu kommen Biostimulanzien, die Pflanzen Nährstoffe besser aufnehmen lassen, und Mittel für die Stallhygiene. Kunden sind Landwirtinnen und Landwirte in allen neun Bundesländern sowie der Agrarhandel.
Der Standort erklärt viel. Weil das Werk unmittelbar am Wasser liegt, kommen Rohstoffe über die Donau, und die fertige Ware erreicht die Märkte in Ungarn, Tschechien oder der Slowakei ohne Umweg. Gefertigt wird im Schichtbetrieb. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass sich die Rezeptur innerhalb weniger Stunden umstellen lässt, wenn ein Kunde eine andere Mischung braucht.
Daraus ergeben sich sehr unterschiedliche Berufsbilder. In der Produktion halten Schichtmitarbeiter, mechanische Instandhalter und Elektrotechniker die Anlagen am Laufen. Draußen sind 24 Agrarfachberaterinnen und -berater unterwegs, die nach Unternehmensangaben täglich rund 180 Höfe besuchen: Sie bringen Bodenwissen mit, verkaufen und betreuen ein eigenes Gebiet. Für diese Rollen nennt das Unternehmen in seinen Stellenausschreibungen ein leistungsbezogenes Prämiensystem, einen Firmenwagen zur privaten Nutzung, flexible Arbeitszeiten und eine Pensionskasse. In Zwentendorf und Wien arbeiten daneben kaufmännische Funktionen wie Controlling und Kommunikation.
Hinter dem österreichischen Betrieb steht die Groupe Roullier aus Saint-Malo in der Bretagne, ein Familienunternehmen von 1959 mit rund 10.500 Beschäftigten und etwa 110 Industriestandorten weltweit (roullier.com, abgerufen 09.08.2026). Für Beschäftigte in Österreich bedeutet diese Zugehörigkeit Zugang zu konzernweiten Weiterbildungs- und Unterstützungsangeboten, die das Unternehmen unter dem Programm TIMAC CARE zusammenfasst, dazu ein strukturiertes Onboarding und kurze Wege in einer Belegschaft dieser Größe.
Die Wurzeln am Standort sind älter als die Marke: 2005 übernahm TIMAC AGRO die Düngemittelsparte der Donau Chemie in Pischelsdorf, 2025 wurde das 20-jährige Bestehen gefeiert. Leitbetriebe Austria zertifizierte das Unternehmen 2024, auf kununu trägt es das Top-Company-Siegel 2026. Eigene Umsatzzahlen für die österreichische Gesellschaft veröffentlicht TIMAC AGRO nicht. Sitz der Gesellschaft ist Wien, produziert wird in Niederösterreich, und im Werk laufen die Bänder rund um die Uhr.
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