

MTA SYSTEMS GmbH
MTA baut die Motoren, die Pakete durch Verteilzentren schieben. Motorrollen und Trommelmotoren stecken direkt in der Förderanlage, Radnabenantriebe bringen fahrerlose Transportfahrzeuge über den Hallenboden. Entwickelt, geprüft und gefertigt wird das im niederösterreichischen Ennsdorf. Aus zwei Beschäftigten im Gründungsjahr 2010 sind bis 2022 rund 45 geworden.
Die Antriebe kommen ohne Getriebe aus. Ein Synchronmotor sitzt kompakt in der Rolle oder im Rad, geregelt über eigene Elektronik, ausgelegt auf 24 bis 400 Volt. Das klingt nach Nische, ist aber die Technik hinter jedem Sorter, jeder Förderstrecke und jedem Shuttle in einem modernen Lager. Verkauft wird an Maschinen- und Anlagenbauer, die daraus ganze Anlagen zusammensetzen; ihre Kunden wiederum sortieren damit Pakete, Gepäck oder Werkstücke.
Im November 2020 bezog das Unternehmen einen Neubau mit 4.500 Quadratmetern auf einem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück. Platz für Wachstum war ausdrücklich eingeplant: MTA spricht selbst von künftig 150 Arbeitsplätzen an diesem Standort. Forschung, Entwicklung und Produktion liegen dort unter einem Dach, die Wege zwischen Prüfstand und Schreibtisch sind entsprechend kurz. Qualitäts- und Umweltmanagement sind nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert.
Die Arbeit verteilt sich auf sehr unterschiedliche Profile. Embedded-Software-Entwickler schreiben die Regelung, die den Motor sauber anlaufen und bremsen lässt, während Applikationstechniker mit dem Kunden durchgehen, welcher Antrieb in welche Förderstrecke passt. Dazu kommen kaufmännisch-technische Rollen im Einkauf, im Auftragsmanagement und in der Qualitätssicherung. Zuletzt standen rund ein Dutzend Stellen auf der Karriereseite, vom Hardwareentwickler für Antriebstechnik bis zum Mitarbeiter im Wareneingang. Sechs bis zehn Personen stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben pro Jahr ein.
Das Geschäft endet nicht an der Staatsgrenze. In Nürnberg sitzt eine eigene deutsche Gesellschaft für den Vertrieb, eingetragen beim dortigen Amtsgericht. Geführt wird MTA von Dietmar Pankraz, der auch selbst am Unternehmen beteiligt ist; die Mehrheit der Anteile hält die AVV Investment GmbH, was dem stark gewachsenen Betrieb einen finanziellen Rückhalt gibt. Zahlen zu Umsatz und Ertrag hält die Firma zurück, öffentlich einsehbar sind nur die Jahresabschlüsse im Firmenbuch, wo die Gesellschaft nach der Umfirmierung von MTA SYSTEMS GmbH heute als MTA GmbH geführt wird. Gearbeitet wird in Gleitzeit, und wer mit dem Zug anreist, braucht vom Bahnsteig Ennsdorf bis zum Werkstor eine Minute.
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Pem-Strasse 2
4310 Mauthausen, Österreich
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