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Rund 167.500 Menschen in Innsbruck und den Nachbargemeinden trinken Wasser aus der Mühlauer Quelle, das die IKB durch 458 Kilometer Leitungen schickt. Aufbereitet werden muss davon fast nichts. Am anderen Ende der Stadt reinigt die Kläranlage in der Roßau jedes Jahr 20 Millionen Kubikmeter Abwasser, für Innsbruck und 18 Umlandgemeinden. Dazwischen liegt so ziemlich alles, was eine Stadt am Laufen hält.
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG liefert Strom und Trinkwasser, entsorgt Abwasser und Abfall, baut das Glasfasernetz aus und betreibt die städtischen Bäder. Vieles davon greift ineinander. In den Faultürmen der Kläranlage entsteht seit 1976 aus Klärschlamm und Bioabfall Biogas, zwei Blockheizkraftwerke machen daraus rund vier Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr, und die überschüssige Wärme heizt das Hallenbad im Olympischen Dorf.
Hinter dem Unternehmen stehen zwei Eigentümer: die Stadt Innsbruck mit 50 Prozent plus einer Aktie und die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG mit dem Rest. Als Aktiengesellschaft gibt es die IKB seit 1994, die Aufgaben selbst sind deutlich älter. 1858 nahm die Stadt ein Gaswerk für die Straßenbeleuchtung in Betrieb, 1890 folgte die Wasserversorgung, 1897 der erste Strom aus Wasserkraft. Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte die IKB AG im Durchschnitt 821 Menschen bei 263 Millionen Euro Umsatz, im Konzern mit den Beteiligungen waren es 1.814 Beschäftigte und 387 Millionen Euro (ikb.at, Daten und Fakten, abgerufen 31.07.2026).
Die Berufe verteilen sich über das ganze Stadtgebiet. Netzmonteure arbeiten an Leitungen und Trafostationen, im Labor der Kläranlage wird kontrolliert, was zurück in den Inn fließt, und am Firmensitz in der Salurner Straße planen Projektleiterinnen den nächsten Abschnitt des Glasfaserausbaus. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben in Verwaltung, Kundenservice und Projektmanagement.
Ausgebildet wird im eigenen Haus. Vier Lehrberufe bietet die IKB an, darunter Elektrotechnik und Metalltechnik, mit eigener Lehrwerkstätte und einem Übungspark im Freien, in dem unter realen Bedingungen gearbeitet wird. Die Lehrlinge wechseln jährlich die Sparte und sehen so Wasser, Energie, IT und Abfallwirtschaft von innen. Die Lehre mit Matura zahlt das Unternehmen. Als ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb ist die IKB seit 2001 zertifiziert, rund 65 Praktikums- und Ferialstellen vergibt sie pro Jahr.
In vielen Bereichen gilt Gleitzeit mit kurzem Freitag, bis zu drei Tage Homeoffice pro Woche sind möglich, und vom Klimaticket Region übernimmt die IKB 90 Prozent. Seit 2015 trägt das Unternehmen das BGF-Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung, seit 2018 nennt es sich Top Employer Austria. Zu Gehaltsbändern oder Fluktuation veröffentlicht die IKB keine Zahlen. Was sie veröffentlicht, ist die Wasserbilanz: 6,6 Prozent Verlust im Leitungsnetz, gegenüber rund 10 Prozent im österreichischen Schnitt.
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