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Knapp 150 Menschen arbeiten bei celum an einer Software, die großen Marken hilft, den Überblick über ihre Bilder, Videos und Produktdaten zu behalten. STIHL nutzt sie, HiPP, voestalpine und Magenta Telekom ebenfalls. Der Firmensitz liegt in Linz, ein zweites Büro in Wien. 2024 feierte das Unternehmen sein 25-jähriges Bestehen.
Was celum baut, klingt technisch, ist aber schnell erklärt. Ein Konzern besitzt Hunderttausende Fotos, Videos, Logos und Produkttexte, verstreut über Abteilungen, Agenturen und Laufwerke. Die celum-Plattform sammelt dieses Material an einem Ort, hält fest, welche Version freigegeben ist, und spielt es von dort in Onlineshops, Kataloge und Kampagnen aus. Das Unternehmen nennt das Content Supply Chain Management. Im Kern geht es darum, dass Marketing- und Produktteams Inhalte gemeinsam erstellen, prüfen, freigeben und auswerten. Künstliche Intelligenz ist laut Unternehmen inzwischen fester Bestandteil der Plattform.
Wie breit das Einsatzgebiet ist, zeigt der Kundenkreis. Der Landmaschinenhersteller CLAAS steht auf der Referenzliste, ebenso der Feuerwehrfahrzeugbauer Rosenbauer aus Oberösterreich, der Baukonzern HOCHTIEF und das King's College London. Software aus Linz läuft damit in Industriebetrieben genauso wie im Handel oder an einer britischen Universität. Für Entwicklerinnen und Entwickler bedeutet das Anforderungen aus sehr unterschiedlichen Branchen und ein Produkt, das täglich von Tausenden Menschen benutzt wird.
Entwickelt wird in Linz. Dort betreibt celum Zentrale und Software-Entwicklungszentrum, in der Passaustraße im Süden der Stadt. Das zweite Team sitzt in Wien in der Aspernbrückengasse, ein paar Schritte vom Donaukanal entfernt. Beide Standorte sind auch im Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer als Betriebsstätten eingetragen. Geführt wird die Gesellschaft von Michael Kräftner, der seit 2004 als Geschäftsführer im Firmenbuch steht. Diese Kontinuität an der Spitze ist in der Softwarebranche nicht selbstverständlich.
Der Arbeitsalltag folgt einem Hybridmodell mit Kernzeiten statt starrer Stempeluhr. Wer mit Bus und Bahn pendelt, bekommt einen Zuschuss von bis zu 365 Euro im Jahr, alternativ stellt die Firma E-Scooter bereit. Höhenverstellbare Schreibtische und Lounge-Bereiche gehören zur Ausstattung, zweimal jährlich gibt es ein firmenweites Event. Neben der Weihnachtsfeier stehen auch Pride und Movember im Kalender.
Wer hier anfängt, arbeitet entweder am Produkt selbst oder rund um die Kunden. Zuletzt suchte celum eine Buchhalterin oder einen Buchhalter für Linz, in Teilzeit ab 30 Stunden möglich, und einen AI Developer Advocate für Wien. Eine Umsatzzahl veröffentlicht das Unternehmen auf seiner Website nicht. Offen einsehbar ist dafür die Kundenliste, und die reicht von der Online-Apotheke Shop Apotheke Europe bis zum Laborausrüster Sartorius.
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